Rund um Pisa

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Nachdem das mit dem am Pool liegen wegen wechselhaften Wetters nicht dauerhaft durchzuhalten ist, verbringen wir unsere letzten beiden Tage an der Küste wieder mit kleineren Ausflügen.

Pisa

Zuerst geht’s nach Pisa zum berühmten Schiefen Turm. Viel mehr als das gibt’s hier auch nicht zu sehen. Zugegeben: am Platz der Wunder stehen noch ein paar andere beeindruckende Gebäude, wie etwa der Dom oder das Baptisterium.

Pisa - Baptisterium © Elisabeth Harzhauser

Auf eine längere Wartezeit für die Innenbesichtigung der Gebäude haben wir jedoch nicht so viel Lust. Darum begnügen wir uns damit, die Bauwerke von außen zu bewundern. Gemeinsam mit hunderten anderen Touristen, die alle nichts anderes im Sinn haben, als eines von den schon x-mal gesehenen “ich halte den schiefen Turm mit meiner Hand”-Fotos zu schießen. Ich muss ja zugeben, ich bin sonst für jeden Foto-Blödsinn zu haben, aber wenn ich das Gefühl hab, nur das 1.000ste Mal ein Fotomotiv nachzumachen, hört sich bei mir der Spaß auf. Ein bisschen individueller muss es schon sein bitteschön ;).

Schiefer Turm von Pisa © Elisabeth Harzhauser

Ganz im Gegensatz zum lebhaften Treiben rund um den Schiefen Turm ist dann der Rest von Pisa. In den verwinkelten Gassen ist keine Spur mehr von Touristen. Dafür merkt man, dass Pisa eine Studentenstadt ist. Überall spazieren junge Leute herum oder sitzen gemütlich in der Sonne. Da bekommt man fast wieder Lust noch einmal zu studieren ;).

Livorno

Am nächsten Tag fahren wir noch ein Stückchen weiter in den Süden als Pisa und besuchen das Küstenstädtchen Livorno. Die Stadt ist bekannt für ihr Viertel Venezia Nuovo – hier soll es ein bisschen so aussehen wie in Venedig.

Livorno - Kanal © Elisabeth Harzhauser

Tatsächlich gibt es einige Wasserkanäle zwischen den Häusern, in denen kleine Boote vertäut sind. So romantisch wie im echten Venedig ist es zwar nicht, lass ich mir vom Mann sagen, der schon einmal da war, aber mir gefällt’s trotzdem. Ein bisschen blaues Wasser und schon bin ich happy ;).

Populonia

Und darum fahren wir dann auch noch ein Stück weiter die Küste runter nach Populonia. Hier erwarten wir eine große Ausgrabungsstätte von den Überresten einer etruskischen Siedlung zu finden. Zuerst landen wir in einem Nachbau von einem historischen toskanischen Dorf.

Populonia - Dorf © Elisabeth Harzhauser

Außer der ekligsten Essenserfahrung der Reise sehen wir dort aber nicht viel. Ein Stück weiter bekommen wir dann doch noch echte alte Steine zu sehen. Allerdings dieses Mal nur ein paar Grabstätten der Etrusker. Sie begruben ihre Toten einst in kleinen Hügel-Häusern. Je größer die Grabstätte, umso mächtiger die Familie, die darin begraben war.

Populonia - Etrusker Grab © Elisabeth Harzhauser

Einige von diesen Grabstätten sind zum Teil noch erhalten und man kann auch hineinkriechen, um sie sich von Innen anzusehen. Aber außer Steinen gibt’s da eh nichts zu sehen – die Grabbeigaben wurden schon vor Jahrhunderten geplündert und was eigentlich mit den Knochen der Bestatteten passiert ist, verrät man uns auch nicht ;).

Am Strand

Es gäbe scheinbar noch zwei weitere Ausgrabungen in der Nähe, aber da uns schon die 9 Euro für die 5 Gräber ein bisschen überteuert vorkommen, beschließen wir den Tag lieber mit einem kleinen Spaziergang am Meer ausklingen zu lassen.

Populonia - Strand © Elisabeth Harzhauser

Es ziehen dunkle Wolken auf und der Wind weht kräftig. Aber gerade das macht die wunderbar eigentümliche Stimmung aus! Manchmal darf’s auch ein bisschen rauer zugehen ;).

Fazit

Unsere Tage an der Küste hätten wir uns ein kleines bisschen wärmer gewünscht. Es gab zwar immer wieder ein paar Stunden, die wir am Pool genießen konnten, aber sobald sich die Sonne hinter den Wolken versteckt hat, wurde es ungemütlich. Aber wir sind froh über jede Sonnenminute, die wir hatten :)! Die letzten Tage unseres Urlaubs verbringen wir nun im Hinterland von Siena. Leider hat uns der große Regen letztendlich nun doch noch erwischt.

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