Parco Alpi Apuane

Parco Alpi Apuane - Ausblick © Elisabeth Harzhauser

Die letzten beiden Tage hier in Gallicano haben wir ganz unter das Motto Naturerlebnis gestellt. Lustiger Weise verbringen wir dabei viel Zeit im Auto ;).

Parco Alpi Apuane

Gestern widmen wir uns voll und ganz einer Fahrt durch das Naturschutzgebiet Parco Alpi Apuane. Auf schmalen Serpentinenstraßen winden wir uns die Apuanischen Alpen hoch. Nachdem ich schon auf den Kurven der normalen Schnellstraßen hier ins Schwitzen komme, übernimmt Thorsten dankenswerter Weise hier das Steuer. Das mulmige Gefühl bleibt trotzdem – die Italiener sind nicht gerade die rücksichtsvollsten Fahrer und benehmen sich so, als würde ihnen die enge Straße ganz allein gehören. Nur gut, dass uns auf dieser Strecke eher weniger Autos begegnen.

Einsame Bergdörfer

An Aussichtspunkten haben wir auch immer wieder Zeit zum Verschnaufen und können den Blick auf die bewaldeten Bergketten genießen. Immer wieder kommen wir auch durch einsame Bergdörfer. Was am ersten Abend in Barga noch idyllisch gewirkt hat, stimmt bei gleißend hellem Tageslicht fast melancholisch.

Garfagnana - Castelnuovo © Elisabeth Harzhauser

Kaum ein Mensch ist auf den Straßen zu sehen, außer einer Kirche, einem Friedhof und vielleicht einem vergammelten Laden gibt es nicht viel. Man fragt sich, was die paar Bewohner hier den ganzen Tag treiben – umgeben nur von Bergen.

Isola Santa

Ein paar Dörfer haben noch den Luxus des Wasserblicks. So zum Beispiel das Örtchen Isola Santa, das an einem Stausee liegt, der wunderschön blitzblau leuchtet.

Isola Santa © Elisabeth Harzhauser

Vagli di Sotto sollte eigentlich auch von einem riesigen Stausee umgeben sein, wir suchen allerdings vergebens nach dem kühlen Nass. Anscheinend wurde der See gerade ausgelassen und alles was wir vorfinden ist ein ausgetrocknetes Seebett.

Vagli di Sotto © Elisabeth Harzhauser

Eigentlich wollen wir noch einen weiteren Ort im Nationalpark besuchen und von dort aus eine kleine Wanderung starten. Der Weg führt uns wieder einmal durch ein kleines Dorf und plötzlich verengt sich die Straße auf nicht-einmal-Autobreite. Das ist der Punkt an dem meine Nerven endgültig schlapp machen und ich auf unsere Umkehr bestehe. Das Bild vor meinem geistigen Auge – unser kleines süßes Mietauto eingeklemmt zwischen zwei Häusern – will ich dann doch nicht wahr werden lassen ;).

Wandern in Gallicano

Den heutigen Tag begehen wir nach den Strapazen von gestern autofrei. Von Gallicano aus führen einige Wanderwege in die umliegende Natur. Wir entscheiden uns für eine gemütliche 13km Wanderung am Fluss entlang.

Gallicano - Fluss © Elisabeth HarzhauserDank einigen Verirrungen bergauf und bergab wird die Wanderung herausfordernder als gedacht ;). Insgesamt genießen wir den Weg entlang des klaren Flusses, immer wieder mit Blick auf die Berge doch sehr.

Gallicano - Bergpanorama © Elisabeth Harzhauser

Nur schade, dass auf dem ganzen Weg kein einziger Platz zu finden ist, an dem man sich gepflegt ausruhen und picknicken kann. Meinen Mittagsschlaf muss ich somit auch auf den Nachmittag am Pool verschieben ;).

Fazit

Die Berge im Norden der Toskana sind hübsch anzusehen, aber für einen Österreicher – wenn auch Flachländler wie mich – nicht sonderlich spektakulär. Einige Dörfer sind wirklich bezaubernd, aber viele sind auch einfach nur eine Ansammlung von vereinsamten Häusern. Stauseen und Flüsse sind für mich persönlich immer ein Highlight, Wasser liegt mir einfach. Darum freuen wir uns jetzt auch schon sehr wenn’s morgen Richtung Meer geht :).

Kommentare

Kommentare

One Comment on “Parco Alpi Apuane

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>