Lucca und Umgebung

Piazza del Mercato in Lucca © Elisabeth Harzhauser

Die erste Station unseres Roadtrips führt uns nach Gallicano, einem Ort nördlich von Florenz, direkt am Hang der Berge. Von hier aus wollen wir die nähere Umgebung mit ihren Dörfern und ihrer unberührten Natur entdecken.

Als wir am gestrigen Tag Florenz Richtung Norden verlassen, müssen wir uns durch dichten Regen kämpfen. Wahrscheinlich setzt unser Navigationsgerät deswegen aus, sodass wir uns gleich mal ordentlich verfahren am Weg zu unserer Unterkunft ;).

Barga

In Gallicano angekommen werden wir dafür mit strahlendem Sonnenschein und einem zauberhaften B&B belohnt. Unser Vermieter Carlo hält mit Tipps nicht hinterm Berg und so kommt’s, dass wir uns zu Sonnenuntergang im süßen Nachbarort Barga wiederfinden. Das kleine Dorf gilt als eines der hübschesten in der ganzen Umgebung. Das können wir nur bestätigen! In steilen Gässchen geht es hinauf zum Duomo, der an der höchsten Stelle der Stadt erbaut wurde.

Ausblick von Barga © Elisabeth Harzhauser

Von hier haben wir einen atemberaubenden Blick auf die Berge, die halb hinter Wolken versteckt von der untergehenden Sonne magisch erleuchtet werden. Wir sind die einzigen Menschen hier oben und können das Schauspiel in aller Stille genießen. Ich bin verzaubert :)!

Lucca

Den heutigen Tag nutzen wir für einen Tagesausflug in die nahe gelegene Kleinstadt Lucca. Die einstige römische Kolonie ist auch heute noch von einer durchgehenden Stadtmauer umgeben, die zu den am besten erhaltenen Renaissance-Befestigungen Europas zählt.

Stadtmauer von Lucca © Elisabeth Harzhauser

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Ringmauer in eine Grünanlage umgewandelt. Heute spaziert man oben auf der Mauer um die ganze Innenstadt herum oder wandert durch die angrenzenden saftig grünen Wiesen. Oder macht wie wir ein kleines Mittagsschläfchen auf einer sonnigen Bank ;).

Die Stadt selbst ist ähnlich wie Florenz gekennzeichnet von engen Gassen und vielen hübschen Kirchen. Aber ganz anders als Florenz ist es hier angenehm ruhig und überhaupt nicht überlaufen von Touristen.

San Michele in Foro in Lucca © Elisabeth Harzhauser

Besonders gut gefällt uns die Piazza del Mercato. Ein elipsenförmiger Platz an der Stelle des einstigen römischen Amphitheaters. Die Gebäude rund um den Platz sind wirklich entlang der Elipsenform angelegt. So etwas sieht man selten!

Villa Grabau

Am Rückweg machen wir noch einen Abstecher zur Villa Grabau. 1412 erbaut wechselte sie seither mehrmals ihre Besitzer und ihr Aussehen. Zuletzt wurde sie von einem deutschen Kaufmann aus der Nähe von Hamburg und seiner toskanischen Frau gekauft. Seither ist sie im Besitz der Familie Grabau.

Villa Grabau © Elisabeth Harzhauser

Die Nachfahren des Kaufmanns leben auch heute noch in den oberen Stockwerken der Villa. Das Erdgeschoss ist öffentlich zugänglich und wurde uns von einer Führerin in 10 Minuten gezeigt. Nicht wirklich spektakulär – mich hätte schon mehr interessiert, wie die Familie oben residiert ;).

Umso eindrucksvoller dann aber der Garten der Villa. Ein alter italienischer Teil mit vielen Zitronenbäumchen kombiniert mit einem englischen Garten.

Garten der Villa Grabau © Elisabeth Harzhauser

Die Anlage ist wunderschön gepflegt und man kann sich gut vorstellen, wie frühere Generationen auf den verschlungen Wegen gelustwandelt sind. Besonders angetan hat es mir das Gewächshaus. Von der Decke hängen Schlingpflanzen, die von der untergehende Sonne, die durch die großen Fensterbögen blitzt, in ein warmes Licht getaucht werden.

Zitrushaus der Villa Grabau © Elisabeth Harzhauser

Ich finde es zauberhaft hier – der Mann ist hingegen schon hinter der nächsten Hecke verschwunden ;).

Villa Oliva

Ein paar hundert Meter weiter steht die Villa Oliva. Ich bin zwar die einzige, die sich noch für einen weiteren Garten begeistern kann, aber ich finde die Gelegenheit muss man beim Schopfe packen ;). Die Villa Oliva kann nicht von Innen besichtigt werden.

Villa Oliva © Elisabeth Harzhauser

Der Garten wirkt etwas weniger freundlich als bei der Villa Grabau. Vielleicht liegt es daran, dass die Sonne schon fast hinter den Bergen verschwunden ist, vielleicht verbreiten aber auch die vielen Steinfiguren eine eigentümliche Stimmung. Die Gartenanlage wirkt auf jeden Fall düsterer und geheimnisvoller ;).

Fazit

Wir sind bisher total entspannt von unseren Ausflügen. Die Straßen sind eng und kurvig, aber dafür sind die Strecken, die wir zurücklegen müssen, nicht allzu lang. Beim Herumspazieren ist es dafür dank weniger Touristen sehr angenehm und ruhig :).

 

Kommentare

Kommentare

One Comment on “Lucca und Umgebung

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>