Zwei Tage in Florenz

Arno in Florenz © Elisabeth Harzhauser

Unser Toskana Urlaub beginnt für uns in Florenz. Nach zwei Tagen haben wir schon einen Großteil der Stadt gesehen. Natürlich nicht jede einzelne Kirche und jedes Museum, aber an so manchem Stein sind wir schon mehrmals vorbei gelaufen ;).

Kirchen in Florenz

Unser täglicher Fußmarsch in das Zentrum führt uns direkt am Duomo vorbei. Santa Maria del Fiore, wie der Dom eigentlich heißt, ist die erste Sehenswürdigkeit in Florenz, die wir bei unserer Ankunft bestaunen. Mit seinen verschiedenen Farben und schönen Mustern an den Außenwänden ist er wirklich eine Augenweide und wir freuen uns schon riesig auf das Innere als wir zum ersten Mal vor ihm stehen.

Duomo in Florenz © Elisabeth Harzhauser

Da wir gleich nach dem Frühstück dort eintreffen, ersparen wir uns auch die anscheinend sonst üblichen Warteschlangen und spazieren direkt hinein. Aber nicht ohne eine Tadelung für meine nackten Beine, die ich mit einem Tuch verhüllen muss, um reingelassen zu werden. Gott steht scheinbar nicht so auf Shorts ;). Von der Innenausstattung sind wir dann fast ein wenig enttäuscht. Bis auf die Deckenbemalung der Kuppel ist der Duomo schlicht und fast unspektakulär gehalten.

Viel besser gefällt uns da schon Santa Croce. Die gotische Kirche steht auf dem weitläufigen Platz Piazza di Santa Croce. Mir persönlich gefallen ja weitläufige Plätze sehr gut, in Florenz mit seinen engen Gassen sorgen sie nochmal mehr für ein Aufatmen beim von den Menschenmassen überforderten Touristen ;).

Santa Croce © Elisabeth Harzhauser

Santa Croce beheimatet die Gräber von Michelangelo und Galileo. Die lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Diese sind mit schönen Skulpturen geschmückt und stehen einander an den Seitenportalen gegenüber. Auch diese Kirche ist eher schlicht gehalten, begeistert uns aber mit ihren reichhaltigen Wandbemalungen. Außerdem machen wir Bekanntschaft mit dem italienischen Pendant der Freiheitsstatue. Sie steht für die Freiheit der Künste und sieht ihrer amerikanischen Schwester sehr ähnlich. Und unsere müden Knochen ruhen wir schließlich im kleinen Klostergarten aus. Herrlich ruhig ist es hier :)!

Ponte Vecchio

Nachdem wir die Seite nördlich des Flusses an unserem ersten Tag erkundet haben, wagen wir uns heute über den Arno. Wir marschieren gemeinsam mit gefühlt 1.000 anderen Touristen über die Ponte Vecchio, die älteste Brücke Florenz’. Früher waren hier Fleischer, Gerber und Schmiede ansässig. Dass sie ihren Müll direkt im Fluss entsorgten war dem Geruch wohl nicht so förderlich. So sattelte man 1593 schließlich um und seitdem wird die Brücke von Goldschmieden okkupiert. Ich sehe mir zwar interessiert jedes Schaufenster an, aber so überladen wie die meisten sind, kann man kaum ein schönes Stück ausmachen. Thorsten konnte also aufatmen ;).

Palazzo Pitti

Im ehemaligen Sitz der Medici verbringen wir schließlich mehrere Stunden. Wir arbeiten uns durch diverse Museen, wie einem Kunstschätze Ausstellung, einem Porzellan Museum oder einer Ausstellung zu italienischer Mode einst und jetzt. Ratet mal, was mir am besten gefallen hat ;). Am meisten genießen wir jedoch die großzügige Gartenanlage Giardino di Boboli hinter dem Gebäude.

Giardino di Boboli © Elisabeth Harzhauser

Optisch zwar nicht vergleichbar mit blumenreichen Gärten hierzulande, aber das Grün und die Ruhe sind trotzdem eine Wohltat. Terassenförmig erhebt sich der Garten hinter dem Haus und ermöglicht so von oben einen wunderschönen Blick über die Stadt. Und wenn man sich bis zum Ende vorarbeitet wird man mit einem Blick auf das was einem im toskanischen Hinterland erwartet belohnt. Jetzt freuen wir uns schon umso mehr auf unseren Roadtrip, der morgen beginnt :).

Giardino di Boboli Hinteransicht © Elisabeth Harzhauser

Fazit

Florenz hat mit seinen engen Gassen und alten Häusern einen ganz eigenen Charme, den wir am meisten morgens und in der Nacht genießen. Dann sind die Straßen nicht so überfüllt und man muss nicht dauernd aufpassen, nicht von einer Vespa überfahren zu werden ;). Wir haben schon gut gegessen hier – unvergesslich beispielsweise das Salami-Trüffel Panini von einem ganz kleinen Delikatessenladen, genossen auf den Treppen am Piazza San Firenze. Und schlussendlich wurden wir bei einem nächtlichen Spaziergang durch die Stadt mit einem wunderschönen Stand Up Konzert von zwei italienischen Musikern am Piazza della Repubblica überrascht. Mit ihren romantischen Songs unter dem italienischen Sternenhimmel haben sie uns restlos verzaubert :).

Kommentare

Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>