Liebsteinsky

Restaurant Liebsteinsky - Steak

Der Valentinstag steht bei uns traditionell für gutes Essen – gerne in romantischer Atmosphäre. Das Liebsteinsky mit seiner Mischung aus französischem Bistro und NYC-Stil hörte sich vielversprechend an.

Ungünstige Akustik

Das Lokal ist kleiner als ich es erwartet hätte – ein mittelgroßer sehr hoher Raum. Die gesamte Front zur Ringstraße ist verglast, was tagsüber sicher für viel Helligkeit sorgt. Die Kombination aus türkisgrünen Glattlederbänken und dunklen Holztischen gefällt mir. Was sich aber über den Abend hinweg fast schon zum Problem entwickelt, ist die Akustik. Bei voller Besetzung des Restaurants wird es unglaublich laut, bei jedem zweiten Satz muss man bei seinem Gegenüber nachfragen. So extrem hab ich das selten in einem Lokal erlebt!

Durchschnittlicher Service

Was meinen Stressfaktor noch etwas erhöht, ist der gehetzte Service. Dass wir nach dem Ankommen, nach Getränken gefragt werden entgeht mir (wahrscheinlich auch wegen dem Lautstärkepegel). Als der Kellner dann zur Aufnahme unserer Bestellung kommt, wundere ich mich darüber, dass wir gar keine Getränkekarte bekommen haben und frage höflich danach. Ein nicht gerade ungewöhnliches Ansinnen, wie ich finde ;). Etwas genervt kommt mir vor, bekomme ich zur Antwort, dass man uns nur eine Flaschenweinkarte anbieten könne. Ich gebe mich damit zufrieden, wir wollten ohnehin Wein bestellen. Kommentarlos wird sie uns fast schon flapsig hingelegt. Auf Empfehlungen warten wir vergeblich. Wir hatten wohl einen schlechten Start – im Laufe des Abends lässt sich der Service nichts mehr zu Schulden kommen und bei der Rechnung entschuldigt er sich sogar dafür, dass heute so viel los war und er vielleicht nicht ganz so aufmerksam sein konnte. Immerhin – Selbsterkenntnis ist ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung ;).

Das beste Brot der Stadt

Was fehlende Atmosphäre und verbesserungswürdigen Service wieder wett macht, ist das Essen! Das ist wirklich sehr gut! Das Lachstartare, das ich probieren durfte, schmeckt zitronig frisch und kann sogar mir, als bekenneden Nicht-Fisch-Esser einen Laut der Anerkennung entlocken.

Restaurant Liebsteinsky - Lachstartare ©Elisabeth Harzhauser

Hervorzuheben ist das grandiose Brot, das zum Gedeck gereicht wird. Ich bin ja großer Joseph Brot-Fan, aber das Brot im Liebsteinsky, das aus Horn kommt und in einer eigenen Mischung speziell für das Restaurant gebacken wird, haut uns echt vom Hocker!

Perfektes Steak

Absolut fantastisch mundet auch das Steak! Außen knusprig-schmackhaft, innen so zart, das es fast auf der Zunge zergeht! So stell’ ich mir das vor :)! Woran man noch ein bisschen feilen könnte, ist das kreative Anrichten. Ein bisschen lieblos sieht der Teller schon aus, muss man sagen. Aber was soll’s – das kann ich bei der Qualität verkraften.

Warme Schokolade

Ein schöner Abschluss des Menüs ist für mich der warme Schokokuchen. Der Kern ist zwar nur weich und nicht richtig flüssig, wie ich es gern habe, aber die dunkle Schokolade mit ihrer leichten Bitternote passt dafür perfekt zum fruchtigen Mangosorbet! Das macht glücklich :)!

Restaurant Liebsteinsky - Schokokuchen ©Elisabeth Harzhauser

Fazit

Für ein intimes Dinner passt die Atmosphäre für mich nicht so ganz, aber die großartige Qualität der Speisen sollte man sich trotzdem nicht entgehen lassen! Das Liebsteinsky bietet auch Lunch-to-go an, ist also auch eine Option für die Büro-Mittagspause. Der Service arbeitet hoffentlich noch ein bisschen an sich. Man kann ihnen aber auch zu Gute halten, dass ich sehr kritisch bin und mein wohlwollender Begleiter sehr viel milder gestimmt war ;).

Tipp: Das Liebsteinsky ist auch bei der Restaurantwoche Ende Februar dabei!

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