Heuriger Jahner

Heuriger Jahner Mediterrane Platte

Letzte Woche machte ich mich direkt vom Büro aus mit einer Gruppe Kollegen auf den Weg zum Heurigen. Unser Ziel führte uns raus aus Wien ins idyllische Niederösterreich – zum Jahner Heurigen in Wildungsmauer. Nahe der alten Heimat speist und trinkt es sich ganz gut, wie sich gezeigt hat ;).

Mit dem Zug direkt zum Heurigen

Mit dem Zug Richtung Wolfsthal geht es direkt von Wien Landstraße zum Heurigen im Weinbaugebiet Carnuntum. In einer knappen Stunde ist man in Wildungsmauer. Wenn man Pech hat wie wir, ist der Zug ziemlich überfüllt und man muss einen Teil der Strecke stehend zubringen. Bei der Heimfahrt ist es aber – das ist fix – dafür umso angenehmer, wenn man den ganzen Zug für sich hat ;). Der Heurige liegt 5 Minuten Fußweg vom Bahnhof (wenn man das eine Gleis als solchen bezeichnen kann) entfernt.

Moderne Architektur

Eingebettet in Felder und ohne direkt angrenzende Nachbarn liegt das moderne Gebäude. Einen Heurigen würde man auf den ersten Blick gar nicht darin vermuten – mit den klaren Linien und großen Fenstern kommt es sehr schick daher.

Heuriger Jahner Gebäude Außenansicht

Im Inneren fühlt man sich wie in einem unserer viel geliebten Bobo-Restaurants in Wien ;). Auch hier bestechen Schlichtheit gepaart mit einigen Eye Catchern, wie zum Beispiel den übergroßen runden Deckenlampen. Ein besonderes Highlight ist aber die Sonnenterrasse mit direktem Blick ins Grüne. Und zwar nur ins Grüne – da ist weit und breit nichts anderes zu sehen als Wiese, Weinrebe und ein wunderschöner Sonnenuntergang. Einfach traumhaft!

Traditionelle Heurigenkost

Die Speisekarte hat einen soliden Teil, den man bei jedem durchschnittlichen Heurigen auch findet: Aufstrichplatte, Bauernjause, Käseteller und diverse Brote.

Heuriger Jahner Bauernplatte

Saisonal kommen dann aber noch Besonderheiten des Hauses dazu. In unserem Fall waren wohl gerade mediterrane Wochen mit ein paar speziellen Platten mit Prosciutto, Melone, Mozzarella und Co. Schaut ganz nett aus und schmeckt auch, wobei ich persönlich ja mehr auf die traditionellen Dinge beim Heurigen stehe. Besonders toll fand ich das frisch aufgebackene Gebäck – so ein ofenwarmes Käsestangerl kann schon was ;).

Süffiger Weißwein

Das wichtigste beim Heurigen – der Wein – wurde natürlich auch durchgekostet. Ich bin ja nun überhaupt keine Weinkennerin. Klar, ich trinke gern man das eine oder andere Gläschen, aber davon Wein professionell beurteilen zu können oder gar bestimmte Geschmacksnoten herauszuschmecken bin ich meilenweit entfernt ;). Was ich sagen kann – mir hat der Jahner Wein geschmeckt. Der Grüne Veltliner war sogar so gut süffig und leicht (und preiswert), dass ich mir eine Flasche für daheim mitgenommen habe.

Tipp

Gelsenmittel einpacken. Die Lage Nahe der Donau und mitten in den Wiesen zieht die Viecher schon in den frühen Abendstunden an! Tragetasche für den Heimtransport der Weinflaschen nicht vergessen. Die Flasche Grüner Veltliner gibt’s um 5 Euro! Wer öffentlich anreist, muss spätestens mit dem letzten Zug um 22:15 die Heimfahrt nach Wien antreten. Parkplätze gibt’s direkt vor dem Haus. Der Jahner hat noch bis 11. Juni und danach wieder von 25. Juli bis 6. August ausgesteckt.

Fazit

Der Jahner punktet mit einer großartigen Architektur und Lage mitten in der Natur. Das Essen bietet meiner Meinung nach keine allzu großen Überraschungen – es ist solide, man probiert gern auch mal etwas Neues aus. Vom Sessel gehauen hat es mich aber nicht. Dafür ist der Wein sehr gut und insgesamt erwartet einen ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Wer also einen hippen Heurigen sucht und nicht beim Gschupften Ferdl in der Großstadt einkehren will, fährt zum Jahner. Ich komme auf jeden Fall auch gern wieder :).

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